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Der Neufundländer Warum züchten wir Neufundländer? Wir lieben und züchten Neufundländer, weil diese sanften Bären eine kaum zu beschreibende Faszination auf uns ausüben. Nicht von ungefähr kommt das Sprichwort: „Einmal ein Neufundländer, immer ein Neufundländer!“ So lange ein Hund mit uns gemeinsam im Haus lebt, wird es immer ein Neufundländer sein! Der Neufundländer fasziniert durch sein majestätisches, würdevolles Auftreten, durch seine beeindruckende Größe, sein bärenhaftes Erscheinungsbild und sein wunderbares Fell. Dies macht ihn zu einer der schönsten Hunderassen der Welt. Aber die Ausschlag gebenden Punkte zur Entscheidung für diese Rasse sollten sein Charakter und seine Eigenschaften sein: Er ist stolz, Ein intensiver Familienanschluss ist sein Lebenselixier. Der Neufundländer ist ein lustiger und äußerst sanfter Spielkamerad für Kinder mit unnachahmlicher Toleranz. Er ist ein großer Beschützer seiner Menschenfreunde und sein angeborener Rettungsinstinkt hat schon viele Menschen vor dem Tod bewahrt. Er ist ein starker Arbeitshund, der in der Zugarbeit vor dem Wagen und vor allem im Wasser seine außergewöhnlichen Eigenschaften zeigen kann. Aber Achtung! Ein Neufundländer lässt sich zu keiner Arbeit Unterwürfigkeit zwingen. Ein geschlagener, gequälter oder vernachlässigter Neufundländer wäre in seinem wundervollen Charakter verdorben. Daher ist es wichtig zu wissen, dass ein Neufundländer wegen seiner Größe und der ungewöhnlichen Kraft zwar konsequent erzogen sein will, jedoch mit viel Liebe und Geduld und vor allem mit intensivem Familienanschluss leben muss, denn nur dies ist die Basis zur Entfaltung all seiner hervorragenden Eigenschaften. Überlegungen zur Anschaffung Bevor man sich für die Rasse des Neufundländers entscheidet, sollte man sich zunächst in der gesamten Familie hierüber einig sein, über hinreichend Zeit verfügen und einen Garten besitzen. Jeder sollte sich vor der Anschaffung der Verantwortung und Verpflichtung gegenüber dem Tier im Klaren sein; d.h. bei der Urlaubsplanung, beruflichen Weiterentwicklung, evtl. Wohnungs- und Wohnortwechsel, Futter- und Tierarztkosten, Familienproblemen, Krankheiten (z.B. Allergien) usw. Ebenso sollte einem die Arbeit, die ein Hund macht, die Konsequenzen der Aufzucht eines „kleinen“ Hundebabys, jungen Hundes, Halbstarken, Erwachsenen und nicht zuletzt alternden Senioren bewusst sein. Dem Neufundländer sollte ein Miteinander für sein gesamtes Leben in seiner Familie garantiert sein! Auswahl Wenn Sie sich nun alles genau überlegt haben und die Entscheidung zur Anschaffung eines Neufundländers gefallen ist, sollten Sie nicht einfach drauf los fahren und beim nächst besten „so genannten Züchter“ ein Hunde- Baby kaufen. Neufundländerwelpen sehen alle „süß“ aus und man sollte niemals einen Welpen aus Mitleid kaufen! Dadurch unterstützen Sie nur das Geschäft von Massenzucht und Hundehändlern aus dem Ausland, die u.U. im Kofferraum ihres PKW viel zu junge Welpen evtl. mit gefälschten Papieren und Impfpässen importieren und diese dann fein säuberlich herausgeputzt im Wohnzimmer präsentieren. Nicht alleine die Tatsache, dass ein Hund so genannte Papiere hat, sagt etwas über die Aufzucht und die Vorschriften des die Papiere ausstellenden Vereins aus. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, dass es ein Verein ist, der sich den strengen und tierschutzgerechten Richtlinien des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen, Adresse: VDH, Westfalendamm 174, 44141 Dortmund – www.vdh.de) unterwirft, fragen Sie dort bitte nach. Der VDH unterstellt sich seinerseits wiederum den internationalen Richtlinien des FCI in Brüssel. Im VDH gibt es zwei anerkannte deutsche Neufundländervereine, und zwar den DNK und den VND, dem wir angehören. Bei anderen Vereinen sollten Sie genau die Richtlinien vergleichen und überprüfen, ob eine Gesundheitsüberprüfung des abzugebenden Welpen durch vereidigte Gutachter erfolgt. Lassen Sie sich jedoch nicht durch ähnlich lautende Abkürzungen verunsichern. Schauen Sie sich ruhig mehrere Züchter an, auch wenn dort keine Welpen zur Abgabe bereit stehen. Lassen Sie sich alles, was mit der Aufzucht zu tun hat, vorführen: Wo und wie werden die Welpen aufgezogen? Sehr wichtig ist auch, dass die Welpen im ersten Teil ihrer ca. 20-wöchigen Hauptprägephase mit einem entsprechenden Auslauf und genügend Spiel- und Sozialisationsmöglichkeiten aufwachsen. Alle Eindrücke in der kurzen Prägungsphase beim Züchter prägen die Welpen für ihr gesamtes Leben – dies sowohl für die positiven wie auch die negativen Eindrücke! Dies sollten Sie unbedingt bei all ihren Recherchen mit bedenken! Lassen Sie sich Zeit, trauen Sie sich Fragen zu stellen und scheuen Sie es nicht, für einen guten Züchter ein paar Kilometer mehr zu fahren. Der Kaufpreis sollte keineswegs Vorrang bei einer halbherzigen Entscheidung haben, denn bedenken Sie bitte: Nicht die Quantität sonder nur die Qualität sollte bei einer Zucht von Bedeutung sein! Ein qualitatives Maximum ist nur zu erreichen wenn man bereit ist, ein Maximum zu investieren! Wir hoffen, durch unseren kleinen Bericht schon einiges zur bezaubernden Rasse der Neufundländer vermittelt zu haben. Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns ruhig unverbindlich an. Zu unserem Zwinger Unser Zwinger besteht seit 1996. Unser Wunsch ist es, gesunde und charakterstarke Neufundländer zu züchten. Kräftige, typvolle Köpfe, starke Knochen, vorzügliche Winklungen und raumgreifendes Gangwerk sind die Hauptziele für die Zukunft. Wir lieben neben unseren deutschen Linien die italienischen und skandinavischen Typen mit amerikanischen Einschlägen. In unserer Zucht gibt es keine Zwingerhaltung. In der kurzen Welpenphase wachsen die Kleinen erlebnisreich, gesund und liebevoll im Kinder- Katzen- und „Menschen“-Rudel heran, damit wir Ihnen einen wesensstarken, vitalen und gut geprägten „Freund für’s Leben“ übergeben dürfen. Ein Besuch der zukünftigen Eltern bzw. Mutter zwischendurch wird gern gesehen. Bei uns werden die Welpenkäufer intensiv betreut: Pflege- und Fütterungsvorschläge, Erziehungstipps, Ausstellungsbetreuung, Grooming für Ausstellungen usw. Kontakt zum Ausland Um qualitativ gute Zucht zu betreiben, sollte man immer bestrebt sein, sein Wissen und seinen Horizont zu erweitern! Daher sind uns neben den Inlandskontakten zu Züchtern auch die Kontakte zu Ausstellern, Züchtern und anderen Aktiven im Ausland sehr wichtig. Nur durch regelmäßige Kooperation mit in- und ausländischen Züchtern werden wir unseren treuesten und besten Freunden gerecht und können die Rasse des Neufundländers nicht nur so erhalten, wie sie bereits ist, sondern noch weiter verbessern. Erfolgreiche Zucht ist nur im Miteinander aller in- und ausländischen Züchter gewährleistet. Demjenigen Züchter, der in einem anderen Konkurrenz sieht, ist leider nicht bewusst, dass Neid und Missgunst der Weiterentwicklung der Rasse der Neufundländer im Wege stehen. Susanne Köhler
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